VU Gefahrguttransporter
BAB95 -> GAP km 21
30.08.2010


 

 Pressebericht der Polizei PP Oberbayern Süd

Gefahrgut-Lkw stürzt auf Autobahn um

AUTOBAHN A 95, LKR. STARNBERG. Am Montag, 30.08.10, musste die Autobahn A 95 zwischen Schäftlarn und Wolfratshausen nach einem Lkw-Unfall für mehrere Stunden gesperrt werden. Bei der Gefahrgutladung handelte es sich um flüssigen Sauerstoff. Zwei Personen erlitten Verletzungen leichterer Art. Die Bergung der Ladung und des Lkw gestaltet sich sehr zeitaufwendig.

Kurz nach 12 Uhr war der 61-jährige Fahrer des Lkw unterwegs in Richtung Garmisch-Partenkirchen. Auf Höhe Mörlbach bemerkte er aus bisher ungeklärter Ursache einen hier aufgestellten Verkehrssicherungsanhänger der Autobahnmeisterei offensichtlich zu spät. Bei einer abrupten Lenkbewegung stürzte der Lkw dann um, wobei das Fahrzeug mit der Warneinrichtung noch leicht touchiert wurde. Bei dem Unfall wurde der 61-jährige Augsburger am Steuer des Lkw und der Fahrer des Sicherungsfahrzeuges, ein 61-jähriger Starnberger, leicht verletzt und vorsorglich ins Krankenhaus eingeliefert. Bei der Gefahrgutladung handelte es sich um flüssigen Sauerstoff, bei dem unter ungünstigen Bedingungen eine Explosionsgefahr nicht auszuschließen ist. Die Autobahn wurde deshalb komplett gesperrt. Der Verkehr wurde an den Anschlussstellen Schäftlarn und Wolfratshausen abgeleitet. Auch auf den Umleitungsstrecken kam es zu Verkehrsbehinderungen. Eine fachliche Prüfung ergab schließlich, dass der Ladungstank des Lkw noch intakt ist. Aus diesem Grund war es möglich, den umgestürzten Lkw samt Ladung mit schwerem Bergegerät aufzurichten. Ein sofortiges Umpumpen in ein Ersatzfahrzeug war nicht notwendig. Der Lkw wurde zu einem nahegelegenen Betriebsparkplatz an der Autobahn geschleppt und dort abgestellt. Die Umladung wird die nächsten Tage durch die Betreiberfirma durchgeführt. Gegen 21 Uhr waren alle Berge- und Aufräumarbeiten abgschlossen und die Autobahn konnte in beide Richtungen wieder freigegeben werden. Der Schaden am Lkw wird auf 200.000 Euro geschätzt, am Fahrzeug der Autobahnmeisterei auf 15.000.

Das Einsatzgeschehen wurde abgewickelt von 30 Polizeibeamten der umliegenden Dienststellen. Die Unfallaufnahme gewährleistet die Verkehrspolizeiinspektion Weilheim. 90 Kräfte der umliegenden Feuerwehren waren im Einsatz, sowie der Gefahrguttrupp des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Seitens der Rettungsdienste standen vorsorglich etwa 40 Helfer bereit.


Bei dem Stoff handelte es sich um tiefgekühlten verflüssigten Sauerstoff


 


 


 


Erfolgloser Versuch die Ladung umzupumpen